Auffangstation für Greifvögel, Falken und Eulen-Greifvogel, Falke oder Eule gefunden – was tun?
Sie haben einen scheinbar geschwächten, verletzten oder hilflosen Greifvogel, Falken oder eine Eule gefunden? Dann rufen Sie uns bitte an.
Die Greifvogelstation Wesel unterstützt Sie bei der Erstversorgung, Rehabilitation und Auswilderung von Falken, Greifvögeln und Eulen in der Region Wesel/ Niederrhein/ NRW, Postleitzahlbereich 4.
Bitte beachten Sie folgende Schritte:
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Befindet sich der Vogel an einer verkehrsgefährdenden Stelle, kontaktieren Sie bitte Polizei oder Feuerwehr, um die Situation zu sichern und das Tier gefahrlos bergen zu können.
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Merken Sie sich den genauen Fundort, machen Sie Fotos oder Videos und senden Sie uns diese per WhatsApp, damit wir eine erste fachliche Einschätzung vornehmen können.
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Wir sind darauf angewiesen, dass gefundene Greifvögel gesichert und zu uns gebracht werden. Sollte das nicht möglich sein, bleiben Sie bitte am Fundort und rufen Sie uns an– wir versuchen im Ausnahmefall, eine geeignete Person zur Sicherung zu organisieren
Wann braucht ein Greifvogel wirklich Hilfe?
Trifft eines oder mehrere der folgenden Anzeichen zu, benötigt der Greifvogel, Falke oder die Eule sofort Hilfe:
- sichtbare Verletzungen (z. B. hängender Flügel, Blut, offene Wunden)
- der Vogel kann nicht fliegen und/oder sitzt apathisch am Boden
- der Vogel versucht zu flüchten, schafft es aber nur wenige Meter oder nur sehr niedrig
- deutliche Schwäche oder Abmagerung
- klarer Unfall mit Auto, Fenster, Zaun oder Stromleitung
- Kontakt mit Hund oder Katze
- Jungvogel außerhalb des Nestbereichs mit Verletzungen oder deutlicher Schwäche
Achtung: Nicht jeder Jungvogel am Boden benötigt Hilfe. In der sogenannten Ästlingsphase verlassen Jungvögel ihr Nest, werden aber weiterhin von den Elterntieren versorgt. Oft reicht es aus, den Vogel an einen geschützten, erhöhten Platz außerhalb des direkten Publikumsverkehrs zu setzen.
Wie sichert man einen verletzten Greifvogel, Falken oder eine Eule?
Am besten gelingt die Sicherung mit einer Decke, einem Handtuch oder einer Jacke.
Sollte kurzfristig ein Kescher verfügbar sein, wäre der natürlich die erste Wahl.
- Verhalten Sie sich ruhig und vermeiden Sie hektische Bewegungen
- Nähern Sie sich dem Tier seitlich oder von hinten
- Legen oder werfen Sie die ausgebreitete Decke/Jacke über den Vogel
- Greifen Sie ihn von oben, um Flügel und Körper gleichzeitig zu fixieren
- Bedecken Sie den Kopf, da fehlende Sicht den Vogel meist deutlich beruhigt
- Sichern Sie – wenn möglich – auch die Füße, da die Krallen sehr kräftig sind
- Halten Sie die Beine beim Tragen vom eigenen Körper weg
Achtung: Auch verletzte oder scheinbar schwache Greifvögel können sich wehren – sie wissen nicht, dass man ihnen helfen möchte.
Was Sie jetzt bitte NICHT tun sollten
- Futter geben
- Wasser geben
- Etwas in den Schnabel einflößen
- Das Tier unnötig anfassen
Unterbringung bis zur Übergabe
- stabiler Karton mit Zeitung oder Handtuch ausgelegt
- Karton möglichst dunkel und ruhig, erst nach Rücksprache warm stellen
- Vogel nicht unnötig kontrollieren
- Kinder und Haustiere fernhalten
- keine Eigenbehandlung
Warum eine Greifvogel Auffangstation so wichtig ist
Greifvögel, Falken und Eulen benötigen:
- spezielle tierärztliche Diagnostik
- artgerechte Unterbringung
- gezielte Rehabilitation
- Flugtraining in geeigneten Volieren
- fachkundige Einschätzung der Auswilderungsfähigkeit
Die Pflege durch Laien ist nicht erlaubt und oft schädlich für das Tier.
Unsere Greifvogelstation arbeitet nach den Vorgaben des Tierschutzgesetzes sowie in enger Zusammenarbeit mit vogelkundigen Tierärzten, Behörden und Organisationen.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung
Jeder gerettete Greifvogel, jeder Falke und jede Eule ist ein wichtiger Beitrag zum Arten- und Naturschutz.
Durch das Melden und Sichern verletzter Tiere und/ oder durch eine Spende zum Ausbau der Greifvogelstation Weselgeben Sie den Vögeln die beste Chance auf eine Rückkehr in ein Leben in Freiheit.
